AUFRUF 2014 – Es geht wieder los

Gegen alle Männerbünde!

Die Deutsche Burschenschaft zerlegt sich selbst. Auch nach dem vergangenen Burschentag in Eisenach ebbt die Austrittswelle nicht ab: Fast die Hälfte aller Bünde hat den Verband in den letzten drei Jahren seit dem Skandal um den sogenannten „Arierparagraphen“ und der damit einhergehenden Eskalation der Flügelkämpfe verlassen. Die verbliebenen Verbindungen sind die offen völkischen und faschistischen, ausgetreten sind die nationalkonservativen und die, denen ihr Image dann doch wichtiger war als die Tradition. Kurz: Der einst bedeutendste studentische Korporationsverband ist nicht mehr das, was er einmal war.
Eines jedoch ist geblieben: Die Mitgliedsbünde der Deutsche Burschenschaft sind Männerbünde – und mit ihnen auch die angeblich „liberalen“ Bünde, die die DB in den letzten Monaten und Jahren verlassen haben, und überhaupt nahezu alle deutschen und österreichischen Studentenverbindungen.
Die Idealisierung martialischer Männlichkeit, Homophobie, völkischer Nationalismus, Sexismus und antifeministische Agitation sind noch immer Gang und Gäbe in sämtlichen Burschenschaften.

You can‘t get out of the Männerbund and the Männerbund can‘t get out of you

Es ist keine harmlose Freundschaftsclique, die sich auf den Verbindungshäusern versammelt, sondern ein elitärer Männerbund. Deutsche Freundschaft, zu Goethes und Schillers Zeiten noch als romantisch und zärtlich gedacht, entwickelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem Bund, der sich ganz der Nation verschrieb. Fortan waren und sind individuelle Gefühle nicht mehr Ausdruck einer gegenseitigen Zuneigung, sondern dem einenden Nationalen unterzuordnen und auf dieses ausgerichtet. An der Spitze dieser Bewegung standen die Burschenschaften und Studentenverbindungen, die sich seit eh und je männerbündisch organisierten. Die Freundschaft, von der die Burschen auch heute noch so ehrfürchtig daherreden, ist in diesem Sinne vor allem erstmal nationalistisch aufgeladen.
Wenn sich die Bundesbrüder ihre Liebe schwören, von wahrhafter Kameradschaft und ewiger Freundschaft des Lebensbundes schwärmen, wenn sie in der reinen Männergesellschaft sich bierselig in den Armen liegen, sich ganz nahe kommen und emotional ergriffen sind, dann stellen sie rauschhaft eine enge Gemeinschaft her. Dennoch, da sind sie sich einig, hat das nicht im Geringsten etwas mit Homoerotik zu tun. Es gilt jeden noch so kleinsten Verdacht der Homosexualität abzuwehren und zu verdrängen – denn Schwulsein bedeutet in ihren Augen wenig mehr als den Verlust von Männlichkeit und Selbstbeherrschung. Um sich dessen zu vergegenwärtigen bedarf es allerdings noch nicht einmal des Blickes auf die Studentenverbindungen, ist eine solche Abwehr von Homosexualität bei gleichzeitigem Ausleben innigster gleichgeschlechtlicher Gemeinschaft doch auch in den ganz alltäglichen Männerrunden ebenso wie in sonstigen männerbündisch organisierten Gruppen zu finden.
Der Männerbund ist durch eine Hierarchie der einzelnen Mitglieder untereinander gekennzeichnet. Im Unterschied zum Kegelverein um die Ecke ist diese in den Verbindungen aber derart eingerichtet, dass sie strikt institutionalisiert sich auf alle Lebensbereiche der Männerbündler ausweitet. Opferbereitschaft und Fügsamkeit werden so als Teil eines autoritären Charakters besonders gefördert. Um von der Macht des Bundes profitieren zu können, gilt es zunächst, in diesem aufzugehen. Individualität und eigene Bedürfnisse müssen im Männerbund hinter den zentralen Werten von Gemeinschaft und Brüderlichkeit zurückstehen. Kein Wunder also, dass die Verbinder auf besonders gewaltsame Zurichtung stehen: Die Ideale soldatischer Männlichkeit werden in besonderer Härte vor allem gegen sich selbst eingeübt. Ziel dieser Männlichkeitsrituale – allen voran der Mensur – ist das völlige Aufgehen in der Gemeinschaft. Die Belohnung für Härte und Selbstaufgabe ist die Teilhabe an der Macht des Männerbundes und das Bewusstsein, zur rangüberlegenen Gruppe zu gehören. Diese „natürliche Berufung und Eignung zur Führung“ können Frauen und „weibische“ Männer – so das Denken der Verbinder – nicht inne haben. Elitedenken at its best!

Es könnte uns ja eigentlich herzlich egal sein, wenn die Burschen sich beim Fechten die Gesichter aufschlitzen oder nach dem x-ten Trinkritual durch ihre Häuser stolpern – doch all das – Schwäche, Sinnlichkeit, Passivität –, was sie bei sich verleugnen und mühsam aus ihrem Charakter verbannen müssen, um ihrem eigenen Männlichkeitsbild gerecht zu werden, werten sie bei denen ab, denen sie diese Eigenschaften andichten. Deswegen sind sie homophob und sexistisch und deswegen finden wir sie nach wie vor zum Kotzen!
Gerne wird Verbindungen „Frauenfeindlichkeit“ vorgeworfen – wir sagen: Das greift zu kurz! Zwar bringen Verbindungen eine besonders dramatisierte Männerrolle und heldische Männlichkeit hervor, diese fällt aber ja nicht einfach vom Himmel, sondern ist vielmehr eine Zuspitzung dessen, was bürgerliche Männlichkeit ohnehin schon ausmacht. Während sich Geschlechterrollen aber heutzutage verändern, während neue Entwürfe von Familie und Zusammenleben Einzug halten und gar homosexuelle Ehen mittlerweile möglich sind, veranschaulichen Burschen und Verbinder dennoch, worauf diese Gesellschaft noch immer ideologisch und historisch aufbaut.
Studentenverbindungen im Allgemeinen und die Deutsche Burschenschaft im Besonderen sind Ausdruck des patriarchalen Prinzips der bürgerlichen Gesellschaft. Mal mehr und mal weniger offensichtlich und mal mehr und mal weniger überzeichnet lassen sich an ihnen Kennzeichen der patriarchalen Normalität ablesen – sind sie doch schließlich so alt wie die bürgerliche Gesellschaft selbst.

All these dirty little boys that think that the girls were only made for toys

In der Vorstellung der Männerbündler wendet sich ihr Bund gegen übermächtige emanzipatorische und feministische Überzeugungen, die – schon längst Mainstream geworden – den Verlust männlicher Identität nach sich zögen. Aus dieser vorgestellten Bedrohungssituation speist sich die Aggressivität und Kompromisslosigkeit männerbündischer Ideologie. So glauben etwa die Burschen der DB, die tradierten Geschlechterrollen, ja eigentlich das gesamte Abendland gegen „Gender-Wahn“ verteidigen zu müssen.
Der Männerbund muss vor Frauen und ihrem negativen Einfluss geschützt werden. Und da diese Bedrohung gemäß der männerbündischen Vorstellung überall ist, müssen dagegen beständig Dämme errichtet werden. Der Mann muss sich mit einem Panzer versehen, muss sich so sehr verhärten, dass er gegen die weibliche Verführung gewappnet ist. Die Angst vor dem Weiblichen erstreckt sich dabei auch auf die Sexualität, die als Gefahr für den Zusammenhalt und die Produktivität des Männerbundes wahrgenommen wird. Durch die weibliche Sexualität nämlich würden die männerbündischen Ideale aufgeweicht, die emotionale Bindung von der Gemeinschaft und ihrem höchsten Zweck abgezogen und Energien, die sich in Leistung umsetzen ließen, verschwendet. Die vermeintlich rein pragmatischen Begründungen, mit denen Männerbündler den Ausschluss von Frauen rechtfertigen – in gemischtgeschlechtlichen Gemeinschaften drohten „Beziehungsdramen“ oder „Verführung“ – sind lediglich Ausdruck der Angst vor dem Weiblichen.
Da der häusliche Schauplatz der Familie weiblich dominiert sei, dient der Männerbund als lebenslanger Familienersatz in der öffentlichen Sphäre. Er ermöglicht eine gewissermaßen „geschlechtslose“ Reproduktion der Männergemeinschaft ohne Frauen. Und doch stellen Frauen als Gäste auf Kommersen und Festen, als Balldamen und „Freundinnen des Hauses“ mehr dar als das oft zitierte „schmückende Beiwerk“. Sie sind ein notwendiger Teil des männerbündischen Lebens. Erst durch diese Verbindung von Familie und Männerbund wird der Mann zu einem „ganzen Mann“. Die Rolle der Frau ist deshalb keine beliebige, sondern sie ist für den Männerbund unabdingbar. Insofern tragen Frauen allzu oft willentlich zu dessen Funktionieren bei. Männerbündisches Denken ist dabei durchaus widersprüchlich. Einerseits gilt ihm die Familie als Ort der Verweichlichung, deren negativer sozialisatorischer Einfluss durch den Männerbund überwunden werden soll, andererseits aber als „Keimzelle“ der Volksgemeinschaft und Rückzugsort vor der erbarmungslosen kapitalistischen Konkurrenz.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts, als sich die Ideologie des Männerbunds in Reaktion auf gesellschaftliche Emanzipationsbestrebungen entwickelte, hat sich der Charakter des Männerbundes kaum verändert. Auch heute noch warnen Redner auf den Verbindungshäusern regelmäßig vor dem Aussterben der Familie und der „Volksgemeinschaft“.
Nach dem Ende des Nationalsozialismus sind Argumentationen zur Verteidigung männerbündischer Organisierungsformen in der Regel weniger stark ideologisiert bzw. wird der Begriff des Männerbundes nicht mehr so hochgehalten wie es zuvor noch der Fall war. Stattdessen wird auf Kritik mit dem Verweis auf Pluralität und Meinungsfreiheit reagiert: Man stehe in einer jahrhundertealten Tradition, es gebe ja auch rein männliche Fußballvereine oder Stammtische, und außerdem sei ja jedem Menschen freigestellt, wie er oder sie leben wolle. Der Männerbund – heute also nur noch eine Frage des Geschmacks? Nein, denn nur weil die Männerbündler keinen Begriff von sich selbst haben, heißt das nicht, dass die spezifischen Merkmale des Männerbunds nicht trotzdem weiter bestehen. Tradition wird als Leerformel herangezogen um Frauen auszuschließen. Damit ist und bleibt der Charakter des Männerbunds antidemokratisch und elitär. Bürgerlichen Medien wie SPIEGEL und Co., die sich lediglich empören, wenn es Verbindungen zwischen Neonazis und Burschenschaften aufzudecken gibt, und den „liberalen“ Bünden eine weiße Weste ausstellen, muss daher vehement widersprochen werden: Nichts ist liberal am Männerbund!

Gegen alle Männerbünde!
Feministische Gesellschaftskritik statt Männerklüngelei!
Den Burschentag in Eisenach zum Desaster machen!

Nach der Demonstration gegen den Burschentag: Polizei kontrolliert unter fadenscheinigen Begründungen Lautsprecherwagen

Pressemitteilung vom 28.5.2013:

++ Nach der Demonstration gegen den Burschentag in Eisenach am 24.5.2013 ++ Polizei kontrolliert unter fadenscheinigen Begründungen Lautsprecherwagen der Gegendemonstration ++ Bündnis gegen Burschentage kündigt rechtliche und parlamentarische Schritte an ++

Nachdem am Abend des 24. Mai rund 300 AntifaschistInnen und FeministInnen gegen den Burschentag der Deutschen Burschenschaft in Eisenach demonstrierten, ereignete sich im später noch ein repressives Schauspiel. „Die Polizei ließ es sich im Anschluss der Demonstration nicht nehmen, unseren Lautsprecherwagen bis über die Stadtgrenze Eisenachs hinaus zu verfolgen, auf einer Landstraße anzuhalten und zu kontrollieren“, so die Pressesprecherin des Bündnisses, Henriette Savaci.

Der Anlass für die Kontrolle sei dabei angeblich gewesen, dass der Blinker beim Abbiegen nicht verwendet worden sei. Die Polizeibeamten aus Erfurt kontrollierten im Zuge dessen den Lautsprecherwagen und sprachen ein Bußgeld in Höhe von 25€ wegen unzureichender Ladungssicherung aus. „Dass so eine Lappalie wie ein „Nicht-blinken“ als Begründung für eine umfassende Kontrolle herhalten muss, erscheint mir doch mehr als hanebüchen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das alles eine gewollte Schikane war, zumal die Polizei die neugewonnen Erkenntnisse über das Mietunternehmen nutzte, um dieses gegen das Bündnis aufzuhetzen“, so Henriette Savaci weiter.

Die Landespolizeidirektion Thüringen hatte erst im Februar 2013 juristisch anerkennen müssen, das die Umgitterung des Eisenacher Marktplatzes bei der Demonstration im Vorjahr rechtwidrig war. Henriette Savaci dazu: „Scheinbar hatte die Eisenacher Polizeiführung die letzte Niederlage noch nicht verkraftet. Offensichtlich musste sie sich für den Abend nach der diesjährigen Demonstration, die ohne Zwischenfälle abgelaufen ist, doch noch etwas überlegen, um ihren überzogenen Einsatz zu legitimieren!“, so die Pressesprecherin hierzu.

Das Bündnis gegen Burschentage will nun in die Offensive gehen: „Das wir auch juristische Wege erfolgreich beschreiten, haben wir gezeigt. Das werden wir auch in diesem Fall der Kontrolle unseres Lautsprecherwagens so machen. Was sich die Polizeiführung da erlaubt hat, können und werden wir nicht so stehen lassen!“, so Savaci.

Die Sprecherin des Bündnisses dazu abschließend: „Da ist uns ein einfaches Bußgeld wegen angeblicher falscher Ladungssicherung ein willkommener Anlass, um das Verhalten der Polizei am 24.05. in Eisenach mal wieder kritisch auf den Prüfstand zu stellen. Desweiteren werden wir mit Unterstützung der Linkspartei eine parlamentarische Anfrage im Thüringschen Landtag zum diesjährigen Einsatzkonzept und -verhalten der Polizei in die Wege leiten!“

300 TeilnehmerInnen auf antifaschistischer und feministischer Demonstration gegen den Burschentag der Deutschen Burschenschaft

Pressemitteilung vom 25.05.2013:

300 TeilnehmerInnen auf antifaschistischer und feministischer Demonstration gegen den Burschentag der Deutschen Burschenschaft ++ Demonstration wurde von Polizei daran gehindert, in Sichtweite des Fackelzuges der Burschen zu gelangen. ++ Bündnis gegen den Burschentag zufrieden mit Demonstrationsverlauf, trotz massiven Polizeiaufgebotes ++

Am Abend des 24. Mai demonstrierten in Eisenach rund 300 AntifaschistInnen und FeministInnen gegen den Burschentag der Deutschen Burschenschaft, der vom 23. – 25. Mai in der Thüringer Stadt stattfand. „Auch wenn die TeilnehmerInnenzahl in diesem Jahr geringer ausgefallen ist als in den letzten drei Jahren, sind wir insgesamt zufrieden. Vor allem die Grußbotschaft des DGB Jugend und der Redebeitrag der Linksjugend aus Eisenach waren für uns wichtige Signale,“ so die Sprecherin des Bündnisses, Henriette Savasci.

Seit Jahren sei es dem Bündnis ein Anliegen, auf eine Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Kräften in Eisenach hin zu wirken. „Obwohl wir viel positive Resonanz gekriegt haben für unsere linksradikale Demonstration, muss dahingehend noch viel mehr passieren“, so die Sprecherin weiter. Es sei wichtig, dass die zivilgesellschaftlichen Kräfte noch mehr eigene Akzente setzen und ihre Netzwerke mobilisieren können.

„Es ist schon bezeichnend, dass eine der größten treffen faschistischer Akteure in Deutschland fast nur von linksradikaler Seite kritisiert wird. Wenn wir den Burschentag wirklich zum Desaster machen wollen, brauchen wir andere Konzepte und wir können nicht auf eine etwaige Vertragskündigung setzen“, so die Sprecherin resümierend über die bisherigen Proteste. Das Bündnis stellt in dessen Pressemitteilung auch fest, dass die Vertragskündigung über die Nutzung der Werner-Aßmann-Halle zwar eine Option sei. Doch, so heißt es in der Pressemitteilung, sei das unzureichend. Das Ziel müsse eine feministische Kritik an den Männerbünden als Ausdruck der Kapitalistischen Gesellschaft im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen sein.
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Alle Infos im Überblick

Mit diesem Infoartikel wollen wir euch nochmal kompakt auf die morgige Demonstration in Eisenach vorbereiten:

Treffpunkt: Freitag, 24. Mai | 20 Uhr | Bahnhofsvorplatz Eisenach

EA-Nummer: 01578 – 524 88 08 (ab 16 Uhr erreichbar)

Demoroute als pdf zum ausdrucken | Demoroute bei googlemaps | Unser Demoleitfaden

Wetter: 3-9°C – stark bewölkt bis wolkig – Niederschlagsrisiko 5 -10%

Infos via twitter und dem hashtag #gegenburschentage2013

kleiner Demo-Leitfaden

Demo-Leitfaden 2013:

Dies ist eine feministische und antifaschistische Demonstration. Wenn Ihr homophobe oder sexistische Sprüche mitbekommt – handelt! Schmeißt die Person selbst von der Demo oder sagt den Ordner_innen Bescheid.

Das diesjährige Konzept der Demo gegen den Burschentag sieht ein Kontrastprogramm zur militaristischen Ästhetik der Burschenschafter bei ihrem Fackelmarsch vor, weshalb die Demonstration nicht durch einen Block geprägt sein soll. Elektronische Musik, Knicklichter und gute Stimmung sollen dieses Jahr den Charakter der Demonstration bestimmen. Keinen Alkohol trinken. Auch wenn alles entspannt wirkt – die Situation kann sich schnell ändern und man braucht einen klaren Kopf.

Achtet daher bitte trotzdem auf Folgendes: Um uns vor möglichen Übergriffen der Polizei zu schützen, bereitet euch daher auch darauf vor, das ihr zwischen drin und am Ende eng beieinander in Ketten gehen könnt. So fällt es den Cops schwerer, Leute aus der Demo zu ziehen.

Wenn die Situation bedrohlich wird (Bullen formieren sich oder machen den Anschein, Einzelne raus ziehen zu wollen) – hakt euch bei den Nachbar_innen unter und bildet Ketten! Fahrräder lasst ihr am besten zuhause oder ihr lauft dort, wo noch andere mit Fahrrädern sind, also im hinteren Teil der Demo. Werft auch hin und wieder mal einen Blick auf den Lauti – es ist cooler für die Leute drinnen, wenn sie wissen, dass sie nicht auf einmal ungeschützt am Ende der Demo landen!

Eine weitere beliebte Methode der Cops, Leute doch noch zu schnappen, bietet sich bei den Zwischen­ und Abschlusskundgebungen – deswegen bleibt unbedingt hinter den Transpis stehen, auch wenn ihr euch lieber hinsetzen würdet. Ihr gefährdet sonst unter Umständen euch und andere in der Demo!

Als letztes und ohnehin gilt: Bildet Bezugsgruppen für diesen Tag! Passt aufeinander auf! Passt auf euch auf!

Wenn ihr selbst betroffen seid: Was tun wenn’s brennt – Rechtshilfebroschüre der Roten Hilfe