Spendenaufruf

Nachdem wir seit 2011 kontinuierlich unseren Protest gegen die Deutsche Burschenschaft zum Ausdruck bringen und sich ihr Auftritt in Eisenach zunehmend zum medialen Desaster entwickelt hatte, bekamen wir es in diesem Jahr vor allem mit einem Männerbund der anderen Art zu tun: Der Polizei.

Massive Vorkontrollen, die Ansage der Einsatzleiterin, die Stadt vor der Demo schützen zu müssen und das Platzhirschgehabe der überwiegend männlichen Cops prägten die Stimmung an diesem Tag. Das Einsatzkonzept schien von vornherein auf Eskalation ausgerichtet zu sein. In einer engen Gasse – die noch kurzfristig vom Ordnungsamt als Route durchgedrückt worden war – kam es zu Rangeleien, weil sich Bullen an der Demo vorbeiquetschen wollten und dabei Demonstrant*innen zur Seite schubsten.
Dies wiederholte sich mehrmals und führte zu mehreren Angriffen der Polizei auf unsere Demonstration.
So kam es schließlich nach Auflösung der Demonstration am Bahnhof zu einer Vielzahl an polizeilichen Maßnahmen.

Wir fordern die davon betroffen Genoss_innen auf, sich bei uns oder einer lokalen Gruppe der Roten Hilfe zu melden. Bitte fertigt Gedächtnisprotokolle an und schickt sie uns verschlüsselt zu. Wenn ihr Post von der Polizei bekommt, ist es umso wichtiger, dass ihr einen kühlen Kopf bewahrt und euch zunächst (politischen) Rechtsbeistand sucht. Das Wichtigste ist, dass ihr gegenüber der Polizei keine Angaben machen müsst und dies auch in keinem Fall tun solltet.
Gleichzeitig rufen wir dazu auf, für die zu erwartenden Gerichtskosten etc. auf das Konto der Roten Hilfe Ortsgruppe Kassel zu spenden.

Inhaber: Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Kassel

Kontonummer: 4007238355
Bankleitzahl : 43060967
Kreditinstitut: GLS-Bank, Bochum

IBAN: DE96 4306 0967 4007 2383 55
BIC: GENODEM1GLS

Verwendungszweck: Eisenach

Betroffen sind einige; gemeint sind wir alle. Für uns als Bündnis gegen Burschentage steht fest: Wir lassen die Betroffenen nicht alleine mit den entstehenden Repressionskosten sondern tragen diese als Bewegung kollektiv.