„Gegen alle Männerbünde!“ – Erneute Aktionen gegen den Burschentag in Eisenach. Pressemitteilung 20.04.2014

Auch dieses Jahr wird das „Bündnis gegen den Burschentag der Deutschen Burschaft“ wieder mit einer inhaltlicher Auseinandersetzung im Rahmen einer Podiumsdiskussion, einer Broschüre und einer Demonstration in Eisenach gegen den Burschentag intervenieren.
Seit 2011 werden vom Bündnis die Proteste gegen den Burschentag der Deutschen Burschenschaft in Eisenach organisiert. Das Bündnis gegen Burschentage versteht sich als feministisches und antifaschistisches Bündnis. Es übt radikale Kritik an dem von der Deutschen Burschenschaft propagierten Rassismus und Sexismus. Aber auch über die Deutsche Burschenschaft hinaus wendet es sich gegen sämtliche Männerbünde und patriarchale Herrschaft. Mit kraftvollen Demonstrationen konnte in den letzten Jahren der Widerspruch gegen die sexistische und rassistische Ideologie der Deutschen Burschenschaft auf die Straße getragen werden. Dazu gibt das Bündnis jährlich eine „Zeitung gegen Burschentage“ in großer Auflage heraus, die in vielen Städten bundesweit ausliegt und verteilt wird. In diesem Jahr wird es neben der Demonstration gegen den Burschentag in Eisenach erstmals eine Podiumsdiskussion am gleichen Tag geben. Auf dem Podium werden Expert_innen zum Thema Studentenverbindungen und der Kritik daran miteinander diskutieren. Die Podiumsdiskussion soll eine Möglichkeit bieten sich intensiv mit dem von Männerbünden vertretenem Antifeminismus und biologistischen Geschlechterbildern auseinanderzusetzen.
Das Bündnis ruft dazu auf, sich an den Veranstaltungen und Protesten gegen den Burschentag 2014 zu beteiligen. „Der immer offensivere Rassismus der Deutschen Burschenschaft ist besorgniserregend, da diejenigen die ihn propagieren später in gehobenen Stellungen vertreten sind. Burschenschaften sind dabei Wegbereiter und Verfestigung für einen reaktionären Konservatismus in Politik, Universitäten und Verbänden.“, so die Pressesprecherin des Bündnisses Antonia Graf.
Als ein Erfolg der Proteste der letzten Jahre kann verbucht werden, dass der bisherige Veranstaltungsraum, die Werner Assmann Halle, der Deutschen Burschenschaft dieses Jahr nicht von der Bürgermeisterin Katja Wolf zur Verfügung gestellt wird.
Das Motto dieses Jahr ist: „Alle Männerbünde auflösen!“. Die Sprecherin des Bündnisses Antonia Graf erläutert dazu: „Die Deutsche Burschenschaft ist für uns ein Symbol für eine Organisationstruktur die Frauen aktiv ausschliesst und ein reaktionäres Geschlechterbild vertritt. Sie ist dabei nur ein Beispiel für eine Vielzahl von ähnlichen in der Gesellschaft vorhandenen Strukturen. Diese finden sich zum Beispiel in Fussballvereinen und Fangruppen, der katholischen Kirche und der Wirtschaft.“